How to organize a semester abroad

Auslandssemester… das klingt nach einer Menge Spaß, neuen Freunden, Abenteuer und trotz Uni-Alltag irgendwie nach einem langen Urlaub. Das wird es bestimmt auch, aber vor dem ganzen Spaß steht auch jede Menge bürokratische Organisationsleistung. 

Hier eine Step-by-Step-Anleitung für die Frage: “Wie organisiere ich mein Auslandssemester”:

1. Herausfinden wo du hinwillst
Das Angebot ist an den meisten Universitäten und Fachhochschulen riesig – sie pflegen ein großes Netzwerk aus Partner-Unis auf der ganzen Welt und egal ob es die Schweiz oder Neuseeland sein soll – für jeden ist eigentlich das passende dabei. Man kann bei der Bewerbung auch immer mehrere Destinationen auswählen und diese priorisieren. 

2. Bewerbungsfristen checken
Nichts ist schlimmer als an so etwas Doofem zu scheitern wie Fristen zu verpassen. Daher schon früh mit den Vorbereitungen anfangen (am besten ca. 1 Jahr vor dem eigentlichen Reisebeginn).

3. Bewerbung zusammenstellen
Zu einer Bewerbung für ein Erasmus- oder Direktaustauschstipendium (anders kann man sich die Auslandssemester in den meisten Ländern nicht leisten!!) gehört standardmäßig ein Motivationsschreiben (2-3 A4-Seiten), ein Empfehlungsschreiben eines Dozenten/Professors, eine Aufstellung aller bisher belegten Kurse sowie ein erfolgreich bestandener Sprachtest (bei englischsprachigen Ländern meist TOEFL mit min. 90 oder 100 Punkten).

4. Bewerbungsgespräch
Die Abteilung der heimischen Universität führt (manchmal im Beisein von Vertretern der ausländischen Uni) ein Bewerbungsgespräch durch. Dabei wird nochmal besonders darauf eingegangen, warum du genau in die Stadt willst, für die du dich beworben hast. Das Gespräch findet auf der Sprache des entsprechenden Landes statt, wo du hinmöchtest.

5. Zusage und Nominierung an der ausländischen Uni
Wenn du das Bewerbungsverfahren gemeistert hast nominiert dich deine Universität bei der Uni im Ausland für den Studienplatz. Diese Nominierung ist eher pro forma – daher musst du jetzt nicht mehr zittern. Aber du musst noch einige Unterlagen an die Gastuni schicken: einen ausgefüllten Fragebogen (Personendaten, ggf. schon Kurse die du belegen willst), deinen Reisepass und eine Aufstellung deiner Noten. Wenn die Uni im Ausland deine Unterlagen geprüft hat bestätigt sie dir deinen Studienplatz und sendet dir eine Übersicht mit Kursen, für die du theoretisch zugelassen bist.

6. Versicherung
Die Gast-Unis verlangen fast immer, dass man eine Versicherung abschließt. Oft bekommt man eine Pflicht-Versicherung vorgegeben – diese muss man vorab bezahlen und der Universität einen Nachweis darüber zukommen lassen.

7. Confirmation of Enrolment & Visum
Erst wenn man die Versicherung hat bekommt man die wichtige “Confirmation of Enrolment” (CoE) – dies ist ein Brief der Uni mit einer Nummer darauf, die man wiederum für das Visum benötigt. Das Visum kann man daraufhin beantragen. Bei Australien ging das sehr unkompliziert – alles online uns super schnell – wenn man in die USA möchte muss man sich auf ein aufwendigeres Visum-Procedere gefasst machen.

8. Flug buchen
Sobald das Visum genehmigt ist kann auch der Flug gebucht werden (es vorher zu machen ist immer ein kleines Risiko, weil man keine Rückerstattung bekommt falls doch noch etwas mit der Zulassung/dem Visum schief geht). Hin- und Rückflug zusammen zu buchen ist oft günstiger als zwei mal One-Way, selbst wenn man den Rückflug später nochmal umbucht (weil man sich entscheidet noch länger zu bleiben oder zu reisen o.ä.).

9. Unterkunft suchen
Viele Universitäten bieten On-Campus-Accomodations (Wohnheimplätze) an, aber darüber hinaus gibt es in Universitätsstädten ja auch weitere Unterkunftsmöglichkeiten – ich persönlich möchte eine WG finden um das “wahre Leben” ein bisschen besser kennenzulernen. Manchmal findet man schon von hier aus ein Zimmer, ansonsten kann man sich für die ersten Wochen ja erstmal ein Hostel nehmen und dann vor Ort schauen.

10. Packen und Freuen
Bis auf ein paar kleine Sachen (wie E-Mail-Konto einrichten oder sich für Veranstaltungen in der Orientierungswoche anmelden) sind jetzt die bürokratischen Dinge erstmal geklärt. Jetzt heißt es: packen, ggf. WG-Zimmer untervermieten und voller Vorfreude dem Abflug entgegenfiebern!


Natürlich ist der Bewerbungsprozess nicht an jeder Uni eins zu eins so wie hier beschrieben und auch einzelne Länder haben sicherlich ihre Besonderheiten – aber zur Orientierung hilft es auf jeden Fall schon mal! An jeder Uni gibt es auch die Anlaufstelle für Auslandsaufenthalte, wo dich erfahrene Mitarbeiter zu allen offenen Fragen beraten. 

Also keine Angst und einfach mal reinstürzen ins kalte Wasser!! 

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