Frühsport am Pool und Foto-Fieber in Willemstad

Nach zwei Strandtagen hatten Laura und ich mal Lust auf eine Erkundungstour durch die Stadt um dort unsere Spiegelreflexkameras zum “Glühen“ zu bringen. Vorher gönnen wir uns aber noch ein Stündchen Frühsport und Relaxen am Pool. 


Die anderen vier wollen nach dem Frühstück Schnorcheln gehen und setzen uns auf dem Weg in Willemstad ab. Die Innenstadt ist in zwei Teile geteilt: Otrobanda und Punda. Verbunden sind die beiden Stadtteile mit einer schwimmenden Brücke – der „Floating Bridge“. Das Besondere daran ist, dass Schiffe nicht unter ihr durchfahren, sondern sich die Brücke bei Schiffsverkehr an einer Seite löst und sich dann wie ein Tor öffnet. Während des Spektakels werden natürlich die Tore an beiden Seiten geschlossen (keiner soll unwissentlich ins Leere treten und ins Wasser fallen) aber man kann einfach auf der Brücke bleiben und sozusagen “mitfahren“. Es ist super-windig und ich habe Probleme mein Kleid unter Kontrolle zu halten – von unseren Hüten will ich gar nicht erst reden – die sind ehrlicherweise nur für Fotos zum Einsatz gekommen… unsere Verlustängste waren einfach zu hoch 🙂

Wir laufen ein bisschen in die Gassen hinein und sind fasziniert von den kleinen bunten Häuschen die in der karibischen Sonne wundervoll leuchten. Wir gehen entlang an einem Fruit-Market, wo täglich frisches Obst aus Venezuela angeliefert wird und dessen Verkäufer definitiv mit deutschen Marktschreiern mithalten können. Doch statt des Obstes zieht etwas anderes unsere Aufmerksamkeit auf sich: an einem kleinen Stand verkauft ein alter Mann etwas, was aussieht wie Teigbällchen. Als wir fragen was das ist bekommen wir neben der Antwort – Erdnuss und Mandeln – gleich noch eine Kostprobe mit dazu. Es schmeckt tatsächlich wie roher Plätzchenteig wie Erdnussbutter – mmmmmhhh! Laura schlägt zu und kauft uns ein Bällchen der lokalen Süßspeise. Kurz danach lockt uns noch ein Wagen mit leckeren Frucht-Shakes und wir können nicht wiederstehen. Bewaffnet mit eisigem Milchshake in der einen und Kamera in der anderen Hand (und somit ohne Hut, weil ja keine Hand zum festhalten mehr frei ist) treten wir unsere weitere Erkundungstour an.


Wir hatten in den Tagen zuvor schon beim Vorbeifahren eine alte, verlassene Villa gesehen und haben uns vorgenommen, diese nochmal mit unseren Kameras zu besuchen. Das ist das Ziel unseres Fußmarsches, bei dem wir aber an noch gefühlt 1000 anderen tollen Motiven vorbeikommen. Laura und ich sind im Foto-Fieber. Schließlich kommen wir bei der Villa in einem Traum von Zart-Rosé an, sind aber etwas enttäuscht dass das ganze Grundstück eingezäunt ist. Wir machen ein paar Fotos durch die Absperrung und laufen weiter, als wir plötzlich eine Frau mit 4 Hunden sehen, die durch ein Loch im Zaun schlüpft. Was machen wir? Natürlich gehen wir hinterher und landen auf einem unbebauten, zugewachsenen Grundstück welches direkt am Meer liegt. Dort erwarten uns zwei gruselige Puppen aber der Weg zum Nachbargrundstück ist (abgesehen von ein paar Kratzern an den Beinen) gut begehbar. Dort sind die verlassene Villa und eine Ruine, die vielleicht einmal das Angestelltenhaus war. Leider kann man die Gebäude nicht mehr betreten weil sie komplett zugemauert sind aber schon das zerfallene Äußere lädt zum Träumen ein, wie dieses prunkvolle Haus in seinen Glanzzeiten wohl einmal ausgesehen hat. Mit gepflegtem Garten, schönen Stoffen an den Fenstern und lebensfrohen Menschen auf der Terrasse. Faszinierendes Kopfkino. Wir umrunden das Haus einmal und treten schließlich wieder den Heimweg an.


Im Sonnenuntergang passieren wir wieder die schwimmende Brücke und treffen uns schließlich auf der Punda-Seite wieder mit den Anderen, um gemeinsam bei „Surf & Turf“ zu dinieren. Wie es sich für Restaurants in der Karibik gehört natürlich wieder mit den Füßen im Sand.

Beim Schnorcheln haben Steffi und Slawa beschlossen einen Tauchkurs zu machen und das lasse ich mir doch nicht entgehen – im nächsten Post mehr von diesem Erlebnis.

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One thought on “Frühsport am Pool und Foto-Fieber in Willemstad

  1. Anonym

    Die Häuschen erinnern doch tatsächlich an die Niederlande, nur in bunter 🙂 Tolle Fotos und noch eine ganz tolle Zeit! Ich werde dich morgen in der Uni vermissen, Jana 🙂

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