Klettertour und tanzender Abschied von CURACAO

Jetzt bin ich schon wieder in Deutschland und habe glücklicherweise auch den Sommer mit nach Berlin gebracht – aber die Urlaubsberichte der letzten Tage auf Curacao und meine Woche in New York bin ich ja quasi noch schuldig. Daher reise ich jetzt – ein Frozen Yogurt schlemmend – in Gedanken zurück auf die paradiesische Insel.

Am Donnerstag stehen wir wieder früh auf, um eine kleine Wandertour zu machen. Unser Ziel: der höchste Berg von Curacao (und auch der Einzige *haha*). Der Cristoffelberg liegt in einem Naturschutzgebiet im Westen der Insel in mitten eines Naturschutzgebietes. Man kann mit dem Auto schon ein bisschen in das Gebiet hineinfahren und von dort aus beginnt der schweißtreibende Aufstieg auf einem Wanderweg den es so in Deutschland nicht geben könnte… denn das lustige Wandern geht während des Aufstiegs plötzlich in Klettern über. Man muss sich an Ästen nach oben ziehen um die Felsen zu bezwingen, sich durch enge Felsspalten schieben und ist sehr oft nur Zentimeter vom ungesicherten Abgrund entfernt. Und das bei 30 Grad! Definitiv nur zu empfehlen für gesunde und (einigermaßen) sportliche Menschen – doch wer die Stapazen auf sich nimmt wird mit einer ganz anderen Seite von Curacao belohnt. Die typischen türkisblauen Buchten kann man aus der Ferne nur erahnen aber die Vegetation die sich vor den eigenen Füßen zeigt ist schon toll!!

Zwar ist es ein wenig diesig aber bei praller Sonne hätten wir es auch vermutlich gar nicht bis zur Spitze des Berges geschafft. Nach einer Pause mit Beweis-Fotos auf dem Gipfel treten wir dann den – nicht minder anstrengenden – Rückweg an. Bergab zu klettern auf rutschigen Steinen und losem Sand ist bei schwindenden Kräften auch nicht zu unterschätzen. Völlig ausgepowert kommen wir schließlich am wieder am Parkplatz an und müssen erstmal die Füße hochlegen.

Zur Regeneration schleppen wir unsere schmerzenden Glieder zu einer nahegelegenen Bucht, wo ich nach einer Abkühlung im Meer und kleiner Pommes-Stärkung sofort am Strand einschlafe. Später schwimme ich noch eine Runde im erfrischenden Wasser. Dort ist es wirklich fast wie in einem Pool: so blau und klar, glatte Wasseroberfläche, kein Wellengang, nur dass der “Natur-Pool” nicht enden will – Wasser bis zum Horizont bietet eine traumhafte Kulisse beim Schwimmen.
Die Ameisen-geplagte Laura und ich (immer noch völlig erschöpft) haben dann genug und fahren wieder zurück zum Apartment. Nach der einstündigen Autofahrt kommen wir in unserem Resort an und da fällt es Laura ein: wir haben gar keinen Apartmentschlüssel…! Den haben wir vergessen mitzunehmen und uns bleibt nichts anderes übrig als die Zeit bis die Anderen zurückkommen am Pool zu verbringen. Wenigstens gibt es dort einen Süßwasserdusche an der wir unseren Dreck abwaschen und unsere Wasserflaschen wieder auffüllen können. Penner im Paradies 😉

Abends ziehen die Party-Mädels Laura und ich (nach einem Koch-Abend) wieder los, um einen anderen Club – Bermuda – auszutesten während die restlichen Vier in ein gutes Fisch-Restaurant essen gehen. Die Atmosphäre ist ganz cool aber die Hard-Core-House-Musik auf die die Holländer so stehen kann uns nicht restlos begeistern, sodass wir gegen 1 Uhr auch wieder nach Hause fahren.

Freitag ist Lauras und mein letzter Tag auf der Insel, denn wir fliegen beide am Samstag Morgen weg – Laura zurück nach Deutschland und ich nach New York. Wir wollen den Tag nutzen um nochmal typisches lokales Essen zu kosten, also brechen wir mittags zu den Markthallen in der Stadt auf, in denen die Locals in großen Kochtöpfen für Curacao typisches Fisch, Fleisch und Gemüse anrichten. Die Markthalle ist auch ein Anlaufpunkt für viele Nicht-Touristen, die dort ihre Mittagspause verbringen und es herrscht ein buntes Treiben.
Abends gehen wir alle noch einmal zusammen aus: wir wollen im BLVD bei einem Salsa-Workshop teilnehmen. Aber als wir ankommen ist der Tanzlehrer noch nicht da, sodass wir erstmal etwas Essen gehen in den anliegenden Restaurants. Wir lassen uns viel Zeit aber als wir fertig sind ist immer noch kein Tanzlehrer in Sicht und wir lassen den Abend in der Beachbar ausklingen… es gibt doch weitaus schlimmeres als bei einem Cocktail zu karibischen Klängen im Sand zu tanzen – auch ohne jegliche Salsa-Kenntnisse.

Am Samstag in der Früh verabschiede ich mich verschlafen von Laura, die schon um 5 Uhr zum Flughafen muss, bevor es ein paar Stunden später auch für mich heißt mich zu verabschieden. Es waren grandiose und abwechslungsreiche Tage auf einer paradiesischen Insel, die ich nur weiterempfehlen kann!!


Aber jetzt heißt es: BYE BYE CURACAO – HELLO AGAIN NYC!
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Traumstrände Cas Abao & Klein Curacao

Karibik verbindet man ja untrennbar mit glasklarem, türkisblauem Wasser, weißen Sandstränden und Palmen. Ich kann bestätigen: es ist keine Illusion der Werbung! Die Traumstrände gibt es wirklich und in Realität sind sie noch schöner als auf den Bildern die man sich immer sehnsüchtig anschaut. Der Moment wenn man aus dem Auto steigt, auf eine Bucht zuläuft und das Wasser schon durch die Bäume hindurch glitzern sieht ist einfach unbeschreiblich. In den letzten Tagen haben wir mehrere dieser beeindruckenden Plätze gesehen.

Am Dienstag waren wir zu viert am Strand Cas Abao, ein kleiner Bucht im Westen der Insel. Auf dem Weg dorthin stoppen wir noch an einer Stelle an der man Flamingos sehen kann und wir haben sogar Glück.

Am Strand schnappen wir uns dann den letzten freien Stroh-Pilz und schützen uns somit vor dem sonst vorprogrammierten Sonnenbrand. Obwohl das Klima sehr angenehm ist auf Curacao mit dem erfrischenden aber warmen Wind und den kleinen Wölkchen, die sich immer mal wieder vor die Sonne schieben kann die Sonne doch schon extrem brennen, vor allem in den Mittagsstunden. Wir sind also froh nicht die ganze Zeit brutzeln zu müssen und genießen den Tag im Schatten oder bei kurzen Abkühlungen im türkisblauen Meer. Die Bucht ist zu jeder Tageszeit schön – wenn die Sonne am höchsten steht und das Wasser in der Bucht besonders zum Strahlen bringt, in der milderen Abendsonne die alle Konturen etwas weicher erscheinen lässt oder im Sonnenuntergang wenn sich die Menschen, Palmen und Schatten-Pilze plötzlich zu Silhouetten vor rot-gelbem Himmel verwandeln. Abends machen wir wieder ein kleines BBQ auf unserer Terrasse und gehen nicht so spät ins Bett denn am nächsten Tag klingelt schon 5.30 Uhr morgens der Wecker.

Unser Tagestrip am Mittwoch nach Klein Curacao startet um 6.45Uhr in der Caracasbaai. Wir sind ein bisschen angespannt denn von der zweistündigen Fahrt zu der kleinen unbewohnten Insel vor Curacao haben wir schon einige Schauergeschichten gehört, die alle eines betonen: Seekranke haben während der Fahrt keinen Spaß. Und so ist es dann auch: meterhohe Wellen lassen unser Schiff „Mermaid“ enorm schaukeln und nach ungefähr einer Stunde hat mein Magen dann keine Lust mehr. Trotz Reisetablette muss ich mich unter Deck zu den anderen Leidenden an die Reling stellen und bewege mich von dort nicht mehr fort bis wir Klein Curacao erreicht haben. Als wir von Bord gehen fühle ich mich noch etwas wackelig auf den Beinen und kann dem vor Ort angerichtetem Frühstück noch nicht viel abgewinnen. Mit Cola versuche ich mich wieder aufzupeppeln und nach einer halben Stunde auf festem Boden bin ich dann auch wieder ich selbst. Laura, Steph und Slawa haben in der Zwischenzeit einen echten Premiumplatz für uns ergattert – sie haben vier Liegen auf einen großen überdachtem Hochstand getragen von dem aus man toll über die ganze (zugegeben kleine) Insel schauen kann und gleichzeitig noch im Schatten ist. In dem Tagestrip ist neben An- und Abreise sowie Frühstück auch ein Mittagessen, Ausleihen von Schnorchel-Sets und Banana-Boat-Fahren beinhaltet. Das lassen wir uns natürlich nicht entgehen. Weil immer nur 3 Leute gleichzeitig auf die Banane dürfen, fährt Laura vorn im Speedboat mit, während Steph, Slawa und ich hinterhergezogen und abgeworfen werden. Nach zwei harten Landungen im Wasser sind die nächsten dran, aber ich klettere mit zu Laura ins Boot um den Speed von dort aus noch ein wenig zu spüren. Denis, der das Boot steuert, wirft die nächsten Gäste zweimal von der Banane und fährt wieder los. Er sammelt aber keine neuen Leute ein sondern fährt mit Laura und mir an der Küste der Insel entlang und weiter aufs Meer hinaus, wo die Wellen schon erheblich größer werden und er das Speedboat mit hoher Geschwindigkeit gegen den Strom lenkt. Dadurch spingt das Boot über die Wellen und verliert dabei zum Teil sogar den Kontakt zum Wasser. Laura und ich haben Mühe uns an den Kordeln festzuhalten und wir schreien uns das Adrenalin aus den Lungen. Nach 10 Minuten rasanter Fahrt haben wir aber genug von dem Spaß und bitten Denis wieder umzukehren. Eine spontane Aktion die zwar einige Blasen an Lauras Händen verursacht hat aber generell sehr lustig war. 
Wir stärken uns zum Mittag mit Gegrilltem, Salaten und Obst, chillen auf unserem Hochstand, schwimmen noch ein wenig und beobachten die vielen Leguane, bevor es mit der Mermaid gegen 16 Uhr wieder zurück nach Willemstad geht. Die Rückfahrt ist auch wesentlich angenehmer, da die Fahrt diesmal mit dem Strom geht.

Abends wollen wir erst zur Gypsy-Night im Saint-Tropez Ocean Club aber da die anderen vom Tag platt sind und nur Laura und ich noch Lust haben wegzugehen fahren wir beide spontan zum Beachclub „Cabana“. Drei tolle Sänger und eine Band interpretieren dort aktuelle, tanzbare Songs live und die Kulisse aus Palmen und weißen Windsegeln ist einfach toll.


Ich bin schon wieder total im Verzug aber die Berichte der anderen Tage mit Bergsteigen, meinem letzten Tag in Curacao, sowie die Reise nach NY folgen bald 🙂

Tauchkurs, Salsa-Abend, Saint-Tropez und Lichter-Brücke

Vorgestern haben wir es uns nicht entgehen lassen, auch die Unterwasserwelt von Curacao kennenzulernen: Steph, Slawa und ich haben einen Tauchkurs gemacht und Laura hat sich in der Zwischenzeit die Umgebung der Bucht angeschaut.
Die theoretische Tauch-Einführung ist schon etwas beängstigend, denn natürlich wird man zuerst für alle möglichen Gefahren sensibilisiert: geplatztes Trommelfell, geplatzte Lunge, keine Luft mehr,… Aber nichts kann uns abschrecken, nicht mal die gefühlt tonnenschweren Sauerstoffflaschen und Presswurst-Tauchanzüge – nachdem wir alles eingeladen haben fahren wir mit einem klappernden, uralten Bus auf die andere Seite der Bucht um von dort aus unseren Tauchgang zu starten. Tauch-Instructor Isabel hilft uns mütterlich beim Anziehen der Ausrüstung und dann watscheln wir schwer bepackt vom Parkplatz zum Meer. Im flachen Gewässer macht sie ein paar Übungen mit uns bevor wir uns entlang des Riffs langsam auch tiefer wagen. Es ist für mich im wahrsten Sinne des Wortes ein Abtauchen in eine vollkommen neue Welt. Es ist faszinierend dass selbst in geringer Tiefe schon so viel Leben ist. Die seichten Bewegungen der Planzen und Fische sowie die unglaubliche Stille wirken extrem beruhigend und man schwebt durch diese neue Welt.


Kurz nach der Hälfte muss Steph auftauchen weil ihr extrem schlecht ist. Sie kann nicht mehr tauchen und lässt sich an der Wasseroberfläche treiben während wir noch zu einem kleinen Schiffswrack hinabtauchen. Da es Steph durch den Wellengang aber zunehmend schlechter wird schwimmen bzw. tauchen wir kurz darauf schnell in Richtung Land zurück, wo Steph sich dann von ihrer Ausrüstung befreit und erschöpft am Strand zusammensackt. Wir beschließen die Tauchstunde abzubrechen und nachdem wir alles in den Bus eingeladen haben zurück ins Camp zu fahren. Den gesamten Nachmittag verbringt sie zur Erholung im Bett und auch wir anderen machen einen entspannten Tag im Apartment. Trotz des Zwischenfalls war der Tauchgang jedoch eine unglaublich schöne Erfahrung und ich hatte viel Spaß bei der Unterwasser-Erkundungstour. Vielleicht mache ich sogar irgendwann nochmal einen Tauchschein!


Abends gehen wir in die Bar „Hemingway“, die sich ganz in der Nähe vom BLVD und Mambo Beach befindet. Dort ist Salsa-Abend und eine tolle kubanische Liveband macht Stimmung für die tanzwütigen Besucher. Wir gönnen uns ein paar Daiquiries (mein neues Lieblingsgetränk!) und kurz vor Schluss wagen wir sogar selbst ein Tänzchen (ohne jegliche Salsa-Kenntnisse aber mit viel Spaß).

Gestern verbringen wir den ganzen Tag im „Saint Tropez Ocean Club“ – einem schicken Beach-Club wie man ihn aus der Werbung kennt. Alles in weiß gehalten, der glitzernde Pool endet direkt am Meer, gemütliche Sitzgelegenheiten und Lounge-Ecken, überall Kissen, netter Service und leckere Cocktails (Daiquiries!!). 

Nik, Laura und ich sind schon morgens dort während Naomi und Steph noch mit Delfinen schwimmen und Slawa sie dabei begleitet. Danach treffen wir uns alle im Saint Tropez und essen dort zusammen etwas. Dabei merke ich dass mein rechter Arm doch etwas viel Sonne abbekommen hat… er glüht förmlich. Ansonsten sind wir alle bisher sehr glimpflich davongekommen was Sonnenbrand angeht. Vorsorglich gehen wir aber doch in die gegenüberliegende Apotheke und kaufen ein spezielles Aftersun-Aloevera-Gel. Außerdem im Warenkorb landen Reisetabletten, denn am Mittwoch machen wir einen Bootstrip nach Klein Curacao der berüchtigt ist für seine hohen Wellen und die vielen Seekranken an Bord… das kann ja was werden 🙂

Gestern Abend waren Laura und ich dann noch kurz in der Innenstadt um die schönen Lichter der Stadt und besonders der schwebenden Brücke ein wenig zu genießen und zu fotografieren. Slawa und Steph gehen in der Zwischenzeit Essen und wir treffen uns anschließend wieder um den Abend bei einem Eis im amerikanischen Diner „Danny’s“ ausklingen zu lassen.

Frühsport am Pool und Foto-Fieber in Willemstad

Nach zwei Strandtagen hatten Laura und ich mal Lust auf eine Erkundungstour durch die Stadt um dort unsere Spiegelreflexkameras zum “Glühen“ zu bringen. Vorher gönnen wir uns aber noch ein Stündchen Frühsport und Relaxen am Pool. 


Die anderen vier wollen nach dem Frühstück Schnorcheln gehen und setzen uns auf dem Weg in Willemstad ab. Die Innenstadt ist in zwei Teile geteilt: Otrobanda und Punda. Verbunden sind die beiden Stadtteile mit einer schwimmenden Brücke – der „Floating Bridge“. Das Besondere daran ist, dass Schiffe nicht unter ihr durchfahren, sondern sich die Brücke bei Schiffsverkehr an einer Seite löst und sich dann wie ein Tor öffnet. Während des Spektakels werden natürlich die Tore an beiden Seiten geschlossen (keiner soll unwissentlich ins Leere treten und ins Wasser fallen) aber man kann einfach auf der Brücke bleiben und sozusagen “mitfahren“. Es ist super-windig und ich habe Probleme mein Kleid unter Kontrolle zu halten – von unseren Hüten will ich gar nicht erst reden – die sind ehrlicherweise nur für Fotos zum Einsatz gekommen… unsere Verlustängste waren einfach zu hoch 🙂

Wir laufen ein bisschen in die Gassen hinein und sind fasziniert von den kleinen bunten Häuschen die in der karibischen Sonne wundervoll leuchten. Wir gehen entlang an einem Fruit-Market, wo täglich frisches Obst aus Venezuela angeliefert wird und dessen Verkäufer definitiv mit deutschen Marktschreiern mithalten können. Doch statt des Obstes zieht etwas anderes unsere Aufmerksamkeit auf sich: an einem kleinen Stand verkauft ein alter Mann etwas, was aussieht wie Teigbällchen. Als wir fragen was das ist bekommen wir neben der Antwort – Erdnuss und Mandeln – gleich noch eine Kostprobe mit dazu. Es schmeckt tatsächlich wie roher Plätzchenteig wie Erdnussbutter – mmmmmhhh! Laura schlägt zu und kauft uns ein Bällchen der lokalen Süßspeise. Kurz danach lockt uns noch ein Wagen mit leckeren Frucht-Shakes und wir können nicht wiederstehen. Bewaffnet mit eisigem Milchshake in der einen und Kamera in der anderen Hand (und somit ohne Hut, weil ja keine Hand zum festhalten mehr frei ist) treten wir unsere weitere Erkundungstour an.


Wir hatten in den Tagen zuvor schon beim Vorbeifahren eine alte, verlassene Villa gesehen und haben uns vorgenommen, diese nochmal mit unseren Kameras zu besuchen. Das ist das Ziel unseres Fußmarsches, bei dem wir aber an noch gefühlt 1000 anderen tollen Motiven vorbeikommen. Laura und ich sind im Foto-Fieber. Schließlich kommen wir bei der Villa in einem Traum von Zart-Rosé an, sind aber etwas enttäuscht dass das ganze Grundstück eingezäunt ist. Wir machen ein paar Fotos durch die Absperrung und laufen weiter, als wir plötzlich eine Frau mit 4 Hunden sehen, die durch ein Loch im Zaun schlüpft. Was machen wir? Natürlich gehen wir hinterher und landen auf einem unbebauten, zugewachsenen Grundstück welches direkt am Meer liegt. Dort erwarten uns zwei gruselige Puppen aber der Weg zum Nachbargrundstück ist (abgesehen von ein paar Kratzern an den Beinen) gut begehbar. Dort sind die verlassene Villa und eine Ruine, die vielleicht einmal das Angestelltenhaus war. Leider kann man die Gebäude nicht mehr betreten weil sie komplett zugemauert sind aber schon das zerfallene Äußere lädt zum Träumen ein, wie dieses prunkvolle Haus in seinen Glanzzeiten wohl einmal ausgesehen hat. Mit gepflegtem Garten, schönen Stoffen an den Fenstern und lebensfrohen Menschen auf der Terrasse. Faszinierendes Kopfkino. Wir umrunden das Haus einmal und treten schließlich wieder den Heimweg an.


Im Sonnenuntergang passieren wir wieder die schwimmende Brücke und treffen uns schließlich auf der Punda-Seite wieder mit den Anderen, um gemeinsam bei „Surf & Turf“ zu dinieren. Wie es sich für Restaurants in der Karibik gehört natürlich wieder mit den Füßen im Sand.

Beim Schnorcheln haben Steffi und Slawa beschlossen einen Tauchkurs zu machen und das lasse ich mir doch nicht entgehen – im nächsten Post mehr von diesem Erlebnis.

Strandtag am BLVD und Kokomo-Beach-Party

Während wir am nächsten Tag alle lange ausschlafen begibt sich Laura schon morgens auf Erkundungstour. Sie läuft über zwei Stunden am Meer entlang und als sie zurückkommt schlafen wir anderen immer noch. Gegen Mittag sind dann alle wach und wir fahren zum BLVD (“Boulevard”), einem Strand inklusive Outdoor-Mall, wo Naomi ihr Praktikum macht. Wir finden einen schönen schattigen Platz und entspannen bei einem Bubbletea bevor wir uns abkühlen im glasklaren, türkisblauen Meer. Ich würde am liebsten die ganze Zeit fotografieren denn die Kulisse ist einfach wunderschön, aber was man hier sieht geht einfach nicht in Bildern festzuhalten. Das Zusammenspiel der Sinne macht hier jeden Moment perfekt: man sieht das glitzernde Wasser, spürt den erfrischenden Wind, hört das Rascheln der Palmen und im Hintergrund angenehme Musik. Der Geruch von Sonnnencreme und salziger Luft vermischt sich zum besten Parfum der Welt.

Wir bleiben bis die Sonne untergegangen ist und fahren zurück zu unserem Apartment, wo wir uns mit Naomi und Nik treffen. Die beiden haben jetzt auch eine Woche Urlaub von ihrem Praktikum und wir bieten ihnen an mit bei uns einzuziehen weil wir noch ein Zimmer frei haben. Die beiden freuen sich riesig über das Angebot und als Dankeschön und „Einzugsgeschenk“ gibt’s für uns Naomis selbstgemachtes Chicken-Curry. Yummi! Nach dem Essen kommen noch zwei holländische Freunde von Naomi und Nik und wir machen uns ausgehfertig. Wir fahren zum Kokomo-Beach wo freitags Full-Moon-Party ist – ein Vollmond ist zwar weit und breit nicht zu sehen (nur eine Mondsichel) aber das stört keinen – man muss die Feste feiern wie sie fallen 🙂 


Die Musik ist schon sehr Electro-/House-mäßig aber auch tanzbar. Bei Open-Air-Parties mit Sand unter den Füßen lässt es sich eh immer sehr gut aushalten weil die Atmosphäre so entspannt ist. Die Menschen bejubeln frenetisch die lokalen DJs und als noch ein Feuerwerk über unseren Köpfen startet ist die Stimmung entgültig am Kochen. Wir bleiben bis ca. 4Uhr und fallen gegen halb 5 erschöpft in unsere Betten.          

Day at the BLVD Beach Curacao

While most of us are sleeping in the next day, Laura decides to go on a scouting expedition. She walks more than two hours along the sea and when she comes home we are all still sleeping. Around noon everyone is finally awake and we drive to the BLVD (“Boulevard”), a beach inclusive Outdoor Mall, at which Naomi is doing her internship. We find a nice spot in the shades and relax with a bubble tea before cool down in the clear, torques-blue sea. I would love to take keep on taking pictures since the scenery is simply beautiful, but what you see here is just not possible to capture in a picture. The interaction of senses makes every moment perfect: you see the twinkling water, feel the refreshing breeze and swishing of the palm trees and in the background the pleasant music. The smell of sun cream and salty-air mixes up to the best perfume in the world.

We stay until the sun is set and drive back to our apartment, at which we meet Naomi and Nik. They also have a week off and we offer them to move with us since we have a spare room. Both of them are overly happy about the offer and as a thank you and as a “welcome gift” we get a homemade chicken-curry. Yummi! After dinner two dutch friends of Naomi and Nik are joining us and we are getting ready for party. We drive to Kokomo- beach where they celebrate the full-moon-party this Friday- there is no full moon far and wide (just a crescent moon) but one has to celebrate when one has the opportunity


The music is pretty Electro-/house-ish but kind of danceable. At open- air parties with sand under your feet it is nice to party anyway since the atmosphere is just so relaxing. People are celebrating the local DJ’s and with a fire work over our head the vibe finally starts to heat up. Around 4 am we leave and around 4:30 am we just fall into bed totally done with the day.

Citytour mit Big John, erste Pool-Action und Chillen in der Blue Bay

Ohne großen Jet-Lag wachen wir am nächsten Tag in unserem fancy Apartment auf und sehen es zum ersten Mal bei Tageslicht. Gegen halb neun kommt unser „Caretaker“ Big John mit anti-karibischer Pünktlichkeit in unser Apartment. Er ist dafür verantwortlich dass in unserem Apartment alles in Ordnung ist und es uns an nichts fehlt. Und anscheinend fühlt er sich auch für unser persönliches Wohl verantwortlich denn er will uns zeigen wo ein Supermarkt und ein Geldautomat sind. Also fahren wir mit ihm in unserem Auto in die Stadt und gehen erstmal shoppen. Er wartet geduldig eine dreiviertel Stunde vor dem Laden bis wir fertig mit unserem ersten Lebensmittel-Einkauf sind. Danach will er uns aus dem Auto heraus noch die Stadt zeigen – er erklärt unglaublich viel und zeigt uns verschiedene Restaurants, Clubs, Strandbars und schließlich sogar noch das Haus in dem er selbst wohnt. Er betont dass wir ihn immer erreichen können wenn irgendetwas ist und er ist in ein paar Minuten bei uns im Apartment. Big John – unser großer, schwarzer Curacao-Schutzengel. Danach Frühstück auf der Terrasse. Die Palmen wehen im Wind. Das Leben ist schön! Wir hüpfen in den Pool und genießen die Sonne. 

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Der erste Abend – Ankunft im schwitzigen Paradies und nächtliches Dinner am Strand

Nach der anstrengenden Reise holen wir unser Mietauto ab und fahren dann zu unserem Apartment – und sind prompt wieder wach: was wir sehen ist einfach der Wahnsinn. Wir haben ein riesiges Apartment und es ist auch noch richtig hübsch ausgestattet: 3 Schlafzimmer und 3 Badezimmer, ein riesiges Wohnzimmer, zwei Terrassen und nicht zu vergessen: Meerblick. Wow! Wir werfen uns in karibische Klamotten und fahren mit Naomi und Nik zur Pirates Bay, wo die beiden einen Tisch reserviert haben. Wir sitzen an einem Tisch direkt am Wasser – wir hören das Wellenrauschen und spüren den Sand unter unseren Füßen. Kleine Lichterketten, die zwischen den Palmen gespannt sind erhellen die Bucht und wir realisieren langsam dass wir wirklich in der Karibik sind!

Wie unser erster Tag am Strand war und ob wir uns einen Sonnenbrand geholt haben erfahrt ihr im nächsten Post!

Reise nach CURACAO – mit Christoph Waltz, Zeitdruck und Kofferproblemchen

Nach monatelanger Vorfreude heißt es Ende April für mich und 4 Freunde: ab ins Paradies – we’re heading to Curacao!

Der Trip startet für mich nach einer Nacht ohne Schlaf – aus Angst den Wecker zu überhören und den Flug zu verpassen lege ich mich gar nicht erst hin sondern verbringe die Nacht noch mit Sachen wie Koffer packen, Uni-Zeug vorbereiten und voller Vorfreunde durchs Zimmer tanzen. Kurz vor 5 Uhr morgens nehme ich schließlich die  S-Bahn um mich am Fluhafen Tegel mit meinen Freunden zu treffen.

Vor uns steht eine 18-stündige Reise: von Berlin nach London, von London nach Miami und schließlich von Miami nach Curacao… bei 4 Leuten und 3 einzelnen Buchungen eine echte Herausforderung für die Dame am Check-in-Schalter von British Airways. Sie bekommt es schließlich doch hin wenigstens immer zwei von uns nebeneinander zu platzieren – jedoch nur für die ersten beiden Flüge. Um den finalen Flug sollen wir uns in London oder Miami noch einmal kümmern. Okay…
Wir waren superpünktlich sodass wir noch Zeit haben ein wenig im Flughafen herumzulaufen. Ich erzähle Laura gerade irgendetwas als sich im fast menschenleeren Gang ein Mann uns plötzlich sein Gesicht zudreht… und es ist nicht irgendein Gesicht – es ist das Gesicht von Oscar- und GoldenGlobe-Gewinner Christoph Waltz. Mir bleibt in diesem Moment sprichwörtlich das Wort im Halse stecken. Ein Moment völliger Stille als wir vorbeilaufen… natürlich bedacht darauf ganz cool zu reagieren aber die Überraschung in unseren Gesichtern war zu offensichtlich.
Mit einem Kaffee zurück am Gate warten wir auf die anderen beiden und wer kommt auch wieder… Christoph Waltz – es stellt sich heraus dass wir in der gleichen Maschine nach London sitzen. Ich nehme meinen Mut zusammen und frage ihn nach einem Foto, was er aber höflich ablehnt. Ich verstehe das – es ist gerade 6.30Uhr und das ist auch nicht die Zeit an der ich am liebsten fotografiert werde. Beim Einsteigen ins Flugzeug gelingt mir aber doch ein kleiner Schnappschuss vom auch morgens gut aussehenden Schauspieler in der Business-Class.

Schließlich sitzen wir aber das Flugzeug setzt sich nicht in Bewegung. Wir werden etwas nervös – 2 Stunden zum Umsteigen in London Heathrow ist schon ambitioniert aber jetzt verlieren wir auch noch wertvolle Zeit. Wir landen verspätet und das Rennen beginnt. Erst zum Bus der uns von Terminal 5 zu Terminal 3 bringt. Dann laufen wir in Eiltempo die ewig langen Gänge des Flughafens entlang und bekommen noch einen neonfarbenen Express-Zettel in die Hände gedrückt – ja, die Zeit rennt. Und wir auch. Etwas erschöpft kommen wir am richtigen Gate an und können noch rechtzeitig boarden. Kurz vor Abflug kommt ein Mitarbeiter des Bodenpersonals extra noch einmal ins Flugzeug und gezielt zu Steph da irgendetwas mit ihrem Koffer nicht stimmte… was genau das Problem war klärt sich nicht auf aber am Ende gibt der Mitarbeiter grünes Licht und verlässt das Flugzeug.

 Über neun Stunden in der Luft können nur mit guten Filmen und leckerem Essen überstanden werden. Beides kann American Airlines liefern. Ich kann mich zwischen den Filmen kaum entscheiden, aber als ich mit American Hustle beginne fallen mir doch die Augen zu… der fehlende Schlaf macht sich bemerkbar. Dann gibt es schon Mittagessen – Chicken or Pasta – gute Auswahl und für Flugzeugessen auch durchaus genießbar. Es gibt Kekse hier, Nachos da, ständig Getränkenachschub und ich unterhalte mich mit einfacher filmischer Kost: irgendein kitschiger Film mit Rachel McAdams und anschließend noch „Her“. Nach ein paar zwischengeschobenen Power-Naps landen wir auch pünktlich in Miami.

Auch in den USA haben wir 2 Stunden zum Umsteigen, allerdings sind die Grenzkontrollen hier noch intensiver und als wir in den Zoll-Bereich kommen trifft uns fast der Schlag: eine riesige Menschenmenge und wir mittendrin. Ständiges auf-die-Uhr-starren lässt die Masse leider auch nicht schneller bewegen und so kommt es dass wir nach dem Erfolgreichen Passieren des Zolls ein richtiges Zeitproblem haben. Dann erfahren wir auch noch dass wir unsere Koffer holen müssen und selbstständig wieder abgeben müssen. Laura und ich haben die anderen beiden im Zoll-Bereich verloren und sind jetzt nur zu zweit unterwegs. Wir finden unsere Koffer und rennen zur nächsten Abfertigung der Connection Flights. Wir sagen einer Dame in neonfarbener Sicherheitsweste dass wir unseren Flug noch erwischen müssen und sie sagt dass wir das vermutlich nicht mehr schaffen werden. Oh nein. Wir betteln dass wir in der Schlange nach vorn gelassen werden und rennen!!! mit unseren Koffern (!) zum Baggage-Drop-Off. Als die einweisenden Damen unser Ticket sehen werden sie auch hektisch und sagen nur: stellt eure Koffer hier ab und beeilt euch. Also rennen wir wieder. Nächste Hürde: erneute Sicherheitskontrolle. Wir rufen den Mitarbeitern zu dass unser Flug in 18 Minuten abfliegt – das kann jedoch keine Hektik bei denen erzeugen. Wir dürfen nicht vor. Ahhhh. Die Leute die vor uns anstehen haben aber Mitleid und sagen dass wir einfach vorbei gehen sollen. Das machen wir dann auch. Nochmal Boardkarte vorzeigen. Und ja, wir haben keine Flüssigkeiten, Laptop ausgepackt, Schmuck abgelegt, Schuhe ausgezogen und jetzt nur noch Daumen drücken dass es nicht piepst. Klappt und wir rennen mit halb angezogenen Schuhen zu den Gates. An der Anzeigetafel mildert sich die Panik ein wenig: der Flug ist 20 Minuten verspätet. Aber dann merken wir dass wir noch mit dem Skytrain fahren müssen um zu unserem Gate zu gelangen. Als wieder ansetzen zum Sprint. Die 30 Grad Außentemperatur in Miami macht sich doch auch ein wenig im klimatisierten Flughafengebäude bemerkbar und wir kommen ganz schön ins Schwitzen. Noch 2 Rolltreppen hoch und wieder runter und schließlich sind wir am Gate. Unter normalen Umständen hätten wir den Flug nicht geschafft – wir hatten nur Glück dass er verspätet war. Wir treffen dort auch auf Steph und Slawa und steigen zusammen ins Flugzeug. 

Allerdings haben wir nur noch 4 einzelne Plätze verstreut im Flugzeug bekommen. Ich ärgere mich dass ich schon wieder einen Mittelplatz habe aber gerade als ich sitze fragt mich die Frau neben mir ob ich mit ihrem Mann der am gegenüberliegenden Fenster sitzt, tauschen möchte – jaaaa unbedingt!! Also setze ich mich ans Fenster und als ich so rausschaue sehe ich ein paar Koffer noch neben dem Flugzeug stehen – unter anderem mein eigener! Also beobachte ich die Situation umso intensiver: was passiert da mit meinem Koffer? Zwei der anderen Gepäckstücke werden noch in Richtung Flugzeug gerollt aber mein Koffer wird in die entgegengesetzte Richtung entfernt. Wieso?? 


Ich frage einen Steward der aber leicht überfordert scheint. Meine Sitznachbarn motivieren mich noch einmal einen anderen, wichtiger aussehenden Steward anzusprechen. Dieser nimmt meine Anfrage auch ernst und geht mit meinem Boardingpass der Sache auf den Grund. Zwischendurch zweifle ich ob das vielleicht doch nicht mein Koffer war… immerhin ähneln sich schwarze Kunststoff-Koffer auch – aber mein Gefühl hat mich nicht getrogen. Der Steward kommt nach 10 Minuten weiterer Verzögerung zu mir und bestätigt dass es tatsächlich mein Koffer war und er untersuchen lässt warum er nicht eingeladen wurde. Ich bin erleichtert und bedanke mich aber er sagt dass der Dank mir und meinen guten Augen gilt – zum Glück hatte ich meine Kontaktlinsen drin 😉

Der Fensterplatz wird zusätzlich mit einem guten Blick auf (ein allerdings wolkiges) Miami und einem atemberaubenden Sonnenuntergang über der Karibik belohnt. Es ist erst 19 Uhr Ortszeit aber in Deutschland schon nach Mitternacht und ich habe seit über 40 Stunden nicht mehr richtig geschlafen – aber die Vorfreude lässt die Müdigkeit verschwinden. Und vielleicht ist es auch die innerliche Aufregung ob es mein Koffer doch noch an Bord geschafft hat. Der Steward meinte das zwar aber gesehen habe ich es von meinem super Fensterplatz nicht – daher kann ich nur hoffen. Nach einem kleinen medizinischen Zwischenfall eines Passagieres an Bord landen wir schließlich auf der Trauminsel Curacao.

 Happy End: mein Koffer ist auch in Curacao angekommen!! Der Urlaub kann beginnen. Und er beginnt traumhaft!! Naomi und ihr Freund Nik, die hier seit ein paar Monaten leben holen uns vom Flughafen ab und zeigen uns ein wundervolles Restaurant am Strand… mehr dazu im nächsten Post.