Friday Night: Livemusik in Lissabon

Am Freitagabend in Lissabon wollten wir gern irgendwo hin ausgehen, Restaurant – Fado-Bar – Club,…wir waren noch unentschlossen und zurück im Apartment recherchierten wir nach einer guten Adresse. Problematisch dabei: Nicole und ich mögen essenstechnisch beide keinen Fisch – keine gute Voraussetzung um in Portugal Essen zu gehen… da grenzt sich die Auswahl der Restaurants schon stark ein.

Schließlich fällt unsere Wahl auf das Restaurant “Speakeasy” – direkt am Wasser, mit nettem Interior und Live-Musik. Wir fahren mit einem Bus zum Hafen und wollen von dort aus zum Restaurant laufen, wobei wir aber nicht mit einem überraschenden Platzregen rechneten. Wie die begossenen Pudel kommen wir schließlich ca. halb 9 im Restaurant an – und sind die ersten Gäste dort… 


Wir lernen, dass das noch nicht die Dinner-Zeit der Portugiesen ist. Wir versuchen auf der portugiesischen Speisekarte etwas Leckeres ausfindig zu machen, um aber die Gefahr zu umgehen am Ende doch Fisch zu bekommen fragen wir lieber den Kellner um Rat – der hat ja sonst noch nix zu tun 🙂 Vegetarisch gibt es  nicht auf der Karte, aber nach kurzer Abstimmung mit dem Koch gibt es Suppe und Pasta für uns auch vegetarisch. Dazu nehmen wir noch eine Flasche Weißwein und bekommen ungefragt auch Brot, Antipasti und eine Flasche Wasser.

Unser Tisch ist ein Zweier-Tisch in der Ecke des Restaurants, direkt am Fenster. Ich muss erst mal das zugige Fensterbrett behelfsmäßig mit meinem Schal abdichten, denn in unseren durchnässten Klamotten ist der Wind einfach eisig kalt. Das ändert sich als endlich, auch die Portugiesen zum Essen in das Restaurant kommen, das “Speakeasy” füllt sich gegen 10 dann zum Glück recht schnell und als wir bereits mit der Hauptspeise fertig sind fangen die Portugiesen auch an zu essen.

Wir warten dass die Live-Musik anfängt doch auch das ist später als wir es gewöhnt sind: gegen Mitternacht fängt die Band an! In der Wartezeit bestellen wir uns noch Desserts… Apfelkuchen mit Karamell-Eiscreme und ein herrliches Mousse au Chocolat – ein Geschmacksfeuerwerk. Wahnsinnig gut!
Halb eins ist das Restaurant dann brechend voll und die 3-Köpfige Coverband fängt an zu spielen: die großartige Akkustik sowie die tolle Song-Auswahl begeistert uns und zieht uns in ihren Bann. Wir sind an dem Abend vermutlich die einzigen Touristen in diesem etwas von der Innenstadt abgelegenen Restaurant und das macht die Atmosphäre sehr angenehm.
Gegen 3 zahlen wir, bestellen ein Taxi und der (ca.50jährige) Kellner fragt nach meiner Telefonnummer… Ich lenke ab. Als das Taxi kommt bringt uns der Kellner noch raus, hält uns die Tür vom Taxi auf und sagt “I call you”. Er hoffte ich hätte die Nummer auf dem Tisch hinterlassen und ich hoffte er war nicht zu enttäuscht als er gesehen hat dass ich es nicht getan habe… oder es war wieder die Kellner-Touri-Masche… wir wissen es bis heute nicht 🙂

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