5 Days in LISSABON

Da das Wifi in unserem Apartment in Lissabon sehr unbeständig war, konnte ich tatsächlich die ganze Woche nicht bloggen… daher folgen jetzt die Reiseberichte peu à peu.

Tag 1: Vom Flughafen bin ich mit der Metro in die Stadt gefahren (der Flughafen ist sehr nah) und dort in einen Bus umgestiegen der mich zum Apartment gebracht hat. Die Metro ist sehr modern, sauber und in den Bahnhöfen gibt es sogar Kunstwerke an den Wänden.  
Nach meiner Ankunft im Apartment hat mich Hugo, der Vermieter, begrüßt, mir alles erklärt und noch ein paar Tipps zu Lissabon gegeben.


Dann zieht mich die Sonne raus und dank Hugo weiß ich ja wie ich am schnellsten in die Altstadt komme – mit der Tram. Ein echtes Erlebnis in diesen alten Holz-Straßenbahnen durch die engen Gassen der Stadt zu rattern… beeindruckend wie die alten Trams mühelos jeden Berg bewältigen – Nostalgie-Feeling pur.

Ich springe am “Praca do Comercio” raus, dem “Empfangssalon” Lissabons… einem riesigen Platz direkt am Fluss Tejo. Da zeigt sich mal wieder dass Städte am Wasser (sei es Meer oder große Flüsse) einen großen Vorteil gegenüber Städten im Inland haben… das Flair ist einfach wundervoll. Direkt am Wasser spielt eine kleine Band eine Frau singt dazu… ich bin wirklich in Lissabon…


Danach habe ich mich etwas durch die Altstadt “Baixa” treiben lassen, die Rua Augusta hoch bis zum Praca Dom Pedro IV, über den Platz “Rossio” in Richtung des Stadtteils “Chiado”, wo sich auch die alte, berühmte Bar “A Brasilera” befindet. Dort spielt ebenfalls eine Band… einfach bezaubernd.

Weiter geht meine Erkundungstour und irgendwann lande ich auf einer schönen Aussichtsplattform, auf der – Überaschung – wieder jemand singt… an diese musikalische Untermalung könnte ich mich aber auch gewöhnen 😉
Ich kann nur noch grob nachvollziehen wie ich dorthin gekommen bin, denn in den kleinen Straßen verliert man manchmal den Überblick und dann läuft man einfach bis wieder ein größerer Platz, eine Kirche oder so kommt und checkt dann wo man gerade ist… jedenfalls mache ich das so 🙂

An diesem Aussichtspunkt habe ich dann etwas gesessen und den Blick genossen – bis es etwas zu kalt wurde (sobald die Sonne weg ist merkt man dass auch in Portugal erst Februar ist) und ich wieder weitgegangen bin. Glücklicherweise bin ich gerade an einer Haltestelle vorbeigegangen als die Tram 28 vorbeikam (wirklich Zufall weil ich noch gar nicht überblicke wo welche Bahn / welcher Bus langfährt) und bin reingesprungen. Im Stadtteil Campo de Ourique angekommen, wo sich unser Apartment befindet, bin ich ein paar Stationen eher ausgestiegen um noch einen Supermarkt zu finden. Suche war erfolgreich und anschließend bin ich durch das niedliche Viertel schnell nach Hause gelaufen, denn winterlicher Nieselregen setzte ein.

Im Apartment wollte ich mich dann aufwärmen – Pustekuchen… leider gibt es keine Heizung, sodass mir nur die Möglichkeit blieb mich am Kochtopf zu wärmen 🙂 Mit einer Portion Nudeln im Bauch bin ich dann erschöpft vom Tag aber glücklich von all den neuen Eindrücken unter die wärmende Bettdecke geschlüpft.

 
Die Berichte von Tag 2 – 5 folgen 🙂 LG Jasmin
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Das FERNWEH… nächster Halt: PORTUGAL

Mich hat mal wieder das Fernweh gepackt… aus diesem Grund hieß es gestern: ab nach LISSABON!
Und obwohl seit Beginn der Reise gerade mal 24 Stunden vergangen sind könnte ich hier schon wieder Romane schreiben…. von Anfang an:

In meiner Panik zu Verschlafen habe ich mir gestern eine tolle Taktik ausgedacht und durchgezogen: ich bin am Abend vorher gegen 20 Uhr ins Bett gegangen und habe “vorgeschlafen” – um Mitternacht hat mich dann mein Mitbewohner wieder geweckt 🙂 Bis zum Aufbruch hab ich mir die Zeit mit Küche putzen (ja das geht auch 2 Uhr nachts), duschen, Nägel lackieren und zuende packen vertrieben.
Kurz nach halb 6 musste ich dann zur S-Bahn und als ich die Haustür öffnete der Schock: es lag Schnee!!!

Die Fahrt zum Flughafen und der Check-in verliefen problemlos, das Boarding dauert bei meiner Lieblings-Airline (Ironie!) ja immer etwas länger aber als alle Passagiere gegen 8 Uhr im Flugzeug Platz genommen hatten, waren wir noch in time.

NOCH… denn nachdem schon alle Türen verriegelt waren und die Treppen weggefahren wurden stellte die Crew fest, dass ein Passagier fehlt und damit die Anzahl der Gepäckstücke nicht mehr stimmt…
Die Lösung: ALLE Passagiere müssen nacheinander nochmal vorn aus dem Flugzeug aussteigen, im Schneeregen um das Flugzeug laufen, in dem wieder ausgeladenem Gepäck seinen eigenen Koffer identifizieren, und durch die hintere Tür wieder einsteigen…
Das dauert alles eine geschlagene Stunde. Schließlich wird der übergebliebene Koffer der Polizei übergeben und dann könnte es eigentlich losgehen.


EIGENTLICH… denn aufgrund des Schneefalls muss unser Flugzeug erst wieder enteist werden. Wir warten weitere 20 Minuten denn natürlich sind alle Enteisungsplätze belegt. 9.30 Uhr fahren wir dann endlich zum “Duschen”, wie es der Kapitän betitelte.
Kurz vor 10: mit fast 2 Stunden Verspätung starten wir endlich nach Lissabon. Eigentlich schaue ich beim Start gern aus dem Fenster – diesmal aber unmöglich, denn das Enteisungsmittel läuft in einem endlosen Schwall über die kleinen Bullaugen und lassen die Welt einfach nur weiß und verschwommen erscheinen – ich hoffe dass die Herren im Cockpit bessere Sicht haben… bin mir aber nicht so sicher, denn das Ruckeln und Absacken macht eher den Eindruck von unkontrollierter Achterbahn.
Nach ein paar Minuten liegen wir dann aber sicher in der Luft, die Sonne strahlt durch das verschwommene Fensterglas und ich kann mich erstmals seit Mitternacht wieder zurücklehnen und kurz Power-Nappen 🙂

Der Landeanflug auf Lissabon ist wunderschön, denn die Flugzeuge drehen vor der Landung noch eine Schleife und man kann die ganze Stadt, den Tejo und die Atlantikküste sehen… praktischerweise konnte man zu diesem Zeitpunkt durch die Fenster auch wieder etwas erkennen.


Über meinen ersten Tag in Lissabon berichte ich im nächsten Post.
Fotos folgen auch bald – aber das Wifi im Apartment bringt mich noch zur Verzweiflung… draußen scheint die Sonne – ich hab keine Lust mehr mich hier drinnen rumzuärgern und geh erstmal raus 🙂